Das Erste, was der Mensch zu lernen hat, ist Atmen.
Die Atmung steht am Anfang und am Ende des Lebens.
Mit dem ersten Atemzug erblicken wir das Licht der Welt,
mit dem letzten hauchen wir das Leben aus. Gautama Buddha
Im Ruhezustand ist es optimal, alle zehn Sekunden einen Atemzug zu nehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, können Sie folgende Atemübung ausprobieren: Atmen Sie für vier Sekunden durch die Nase ein und für sechs Sekunden wieder aus. Wichtig ist, dass Sie dabei entspannt bleiben und nicht zu ehrgeizig atmen. Wenn es Ihnen schwerfällt, durch die Nase auszuatmen, können Sie auch durch den Mund ausatmen und dabei die Lippenbremse verwenden.

Die Lippenbremse ist eine Atemtechnik, bei der man die Lippen halb
geöffnet hält und den Luftstrom beim Ausatmen so reguliert, dass ein
leises, rauschendes Geräusch entsteht.
Brustatmung und mögliche Auswirkungen
Wenn wir überwiegend oder ausschließlich im oberen Brustbereich atmen, kann dies unser Atemmuster beeinflussen. Eine ruhige und natürliche Atmung bezieht normalerweise verschiedene Bereiche des Atemsystems mit ein – insbesondere auch das Zwerchfell.

Zwerchfellatmung – bewusst entspannter atmen
Eine ruhige Atmung, bei der das Zwerchfell aktiv beteiligt ist, kann viele positive Effekte auf Körper und Wohlbefinden haben.

Der russische Arzt Dr. Konstantin P. Buteyko (1923–2003) beschäftigte sich intensiv mit dem Zusammenhang zwischen Atmung, Gesundheit und Wohlbefinden.
Während seiner medizinischen Arbeit beobachtete er, dass viele Menschen mit verschiedenen Beschwerden ein verändertes Atemmuster aufwiesen. Beispielsweise eine häufige oder verstärkte Atmung. Daraus entwickelte er die Idee, die Atmung bewusster wahrzunehmen und wieder zu regulieren.
Ein zentraler Gedanke der Buteyko-Methode ist, dass eine ruhigere und sanftere Atmung den Umgang des Körpers mit Kohlendioxid beeinflussen kann. Dabei spielen auch Zusammenhänge wie der Bohr-Effekt eine Rolle.
Die Buteyko-Atemübungen werden heute vor allem genutzt, um die eigene Atmung bewusster wahrzunehmen und ein ruhigeres Atemmuster zu entwickeln.
Bei einer chronischen Hyperventilation atmet ein Mensch über längere Zeit häufiger oder intensiver, als der Körper es benötigt.
Dadurch kann zu viel Kohlendioxid abgeatmet werden, was das natürliche Gleichgewicht im Körper beeinflussen kann.
Mögliche Beschwerden können sein:
• Schwindel und Benommenheit
• Müdigkeit und Erschöpfung
• Kopfschmerzen
• Herzklopfen oder ein Engegefühl im Brustbereich
• Muskelverspannungen
• innere Unruhe und verstärktes Angstgefühl
Der Bohr-Effekt wurde nach dem dänischen Physiologen Christian Bohr benannt, der ihn 1904 beschrieb.
Er erklärt den Zusammenhang zwischen Kohlendioxid (CO₂), Blut und Sauerstoffversorgung. Steigt der CO₂-Gehalt im Gewebe, gibt das Hämoglobin den gebundenen Sauerstoff leichter ab. Dadurch kann mehr Sauerstoff dort ankommen, wo er benötigt wird.
Der Bohr-Effekt zeigt: Kohlendioxid ist nicht nur ein „Abfallprodukt“ der Atmung, sondern spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation der Sauerstoffversorgung im Körper.
Hypnosetherapie ersetzt nicht die Behandlung und Therapie bei Ihrem Facharzt. Ein Heilversprechen kann nicht erfolgen.
